Nachhaltige Entwicklung in der Drachenhöhle

Die aktuell politisch diskutierten Themen, wie Nachhaltigkeit und der Umgang mit Ressourcen stoppen nicht vor der KiTa Tür, sondern fließen schon lange in die tägliche Arbeit mit ein. Es sind nicht die großen Dinge im KiTaalltag und vielleicht deshalb auch kaum wahrnehmbar, sondern eher die kleinen Stellschrauben und Haltungen des Teams, die in Kindergesprächen, im Wahrnehmen der Vorbildfunktion und in vereinzelten Projekten zur Umsetzung kommen, aktuell im „Waldsofa“ der Schulitruppe.

Wie sieht das praktisch aus?

Wir stellen gehäuft fest, dass die Wertigkeit von Spielmaterialien in der Wahrnehmung der Kinder nachlässt.

Gerade in der KiTa geht durch die hohe Beanspruchung und unterschiedliche Anwendungsmethoden immer was zu Bruch. Jedoch ist die Haltung dahinter ausschlaggebend.

Wir arbeiten derzeit intensiv mit den Kindern daran rücksichtsvoller mit den Materialien umzugehen und diese in Teilen repariert wiederzuverwenden.

Die Kinder zu sensibilisieren, indem sie ein mutwilliges Zerstören lernen einzugestehen und ggf. zum Wohl der Gruppe für emotionalen oder materiellen Ersatz sorgen. Also kurzum, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Wir sehen uns, um dies ausdrücklich zu betonen, als ein geschütztes Lernfeld, in dem Fehlverhalten benannt werden darf und eine gemeinsame Lösung gefunden wird.

Bereits platzierte nachhaltige Veränderungen im KiTa Alltag:

a)Wir benutzen zusätzlich Trinkflaschen für die Trinkwasserversorgung der Kinder im Tagesablauf.

Dies hat zwei Gründe:

Zum einen, um die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern indem wir sie sukzessive, durch die Schulung ihrer Körperwahrnehmung und dem eigenen Handeln, lernen ihren Durst zu erkennen und zu löschen.Die Flasche dementsprechend lernen zu befüllen.

Zum anderen ist durch eine mehrmalige Benutzung eines eigenen Trinkbehälters, sowohl die Nachhaltigkeit als auch der hygienische Aspekt gewährleistet.

b) Spielzeugfreie Tage mit wertfreiem Material, die wir jährlich in der Fastenzeit starten.

c) Den Wasserverbrauch und Stromverbrauch im KiTa Alltag sprechen wir an und rücken die Thematik ins Bewusstsein der Kinder.

d) Beim ausgeschriebenen Klimaschutzpreis belegte die KiTa 2011 den ersten Platz.